Heizung - Behaglichkeit mit Heizkörper oder Strahlungswärme

"Welche Heizung ist für mich die Richtige?"

Diese Frage läßt sich nur beantworten, wenn man mehrere Faktoren mit einbezieht. Aus diesem Grund haben wir hier ein paar Gedanken zum Thema aufgelistet, die es Ihnen erleichtern sollen, das richtige Heizsystem und die für Sie idealen Wärmeverteiler zu finden. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen oder weiterführende Fragen haben, rufen Sie uns doch an: wir beraten Sie gerne.

1. Gas ist nach wie vor die günstigste (und beliebteste) Art zu heizen, bezieht man alle Kosten mit ein. Wenn Sie also einen Gasanschluß haben, steht einer Gas-Brennwert-Therme nichts im Wege, die auch gleich das ganze Jahr über das Warmwasser bereitet (Pufferspeicher). Diese ist zwar mit etwas höheren Investitionskosten verbunden als eine herkömmliche Gas-Therme, hilft Ihnen aber im Verbrauch so viel zu sparen, dass sich das Gerät nach kurzer Zeit amortisiert.

Neu ist die Kombination mit einer großen Solaranlge mit Langzeitspeicher, die relativ viel Platzbrauchen, z.B. im alte Öllagerraum. dann sind Einsparungen wirtschaftlich bis 75% möglich.

 

2. Pellets oder Stückholz? Nun, die vielen Vorteile von Pellets-Heizkesseln sind so überzeugend, dass die Frage leicht zu beantworten ist. Außer Sie sind Waldbesitzer oder kommen anderswie zu günstigem Brennholz. Auch das Heizen mit Fichte liefert mittlerweile ja exzellente Heizwerte. Wenn Sie allerdings die Mühen des Einheizens scheuen, viel unterwegs sind oder einfach eine vollautomatische Biomasseheizung wollen, dann ist der Pellets-Heizkessel die richtige Wahl. Die Warmwasserbereitung ist zwar über beide Kesselarten kein Problem, aber bedenken Sie, dass Sie im Sommer auch warmes Wasser wollen. In Kombination mit einer Solaranlage ist das kein Problem.

3. Wann zahlt sich eine Wärmepumpe aus? Wärmepumpen haben wie Solarkollektoren den Vorteil, dass das Wärmemittel (die Energie der Sonne) unbegrenzt und gratis zur Verfügung steht. Allerdings liefert die Sonne die meiste Energie im Sommer. Um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus mit einer Wärmepumpe zu beheizen, sollte dieses daher gut gedämmt sein. Entspricht das Haus Niedrigenergie- oder Passivhausstandard, ist eine Wärmepumpe eine überlegenswerte Alternative zum Heizkessel. Die Wärmepumpe beheizt dann auch ganzjährig das Warmwasser.

4. Als günstige Möglichkeit der Zusatzheizung für Niedrigenergie- oder Passivhäuser (kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung) bieten sich Primäröfen an, vorausgesetzt Sie haben einen etwas größeren Wohnraum (ev. zweistöckig mit Galerie). Die Entscheidung, ob Kessel- oder Luftgerät hängt davon ab, ob Sie den Ofen zugleich auch zur Warmwasserbereitung verwenden wollen. Dies allerdings, wie bei Pellets- oder Holzvergaserkesseln, saisonal während der Winterheizsaison, für die warme Zeit ist eine Solarkollektoranlage für die Warmwasserbereitung die ideale Ergänzung.

5. Im Extremfall geht es natürlich auch nur mit einer Solaranlage in Kombination mit einer automatischen Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung. Hier sprechen wir aber ausschließlich von massiv gedämmten Passivhäusern mit stark isolierten Fenstern.

6. Nun zur Frage der Wärmeverteiler: klassische Heizkörper, eine wohlige Fußboden- oder Wandheizung oder Heizleisten? Wenn Sie die Möglichkeit haben (wenn Sie also erst neu oder umbauen), nutzen Sie die Vorteile einer Fußboden- und/oder Wandheizung. Die Strahlungswärme ist so angenehm, dass jeder, der einmal in den Genuß gekommen ist, darauf nie mehr verzichten will. Kombinationen sind aber prinzipiell kein Problem, da alle Systeme mit Warmwasser (über den Pufferspeicher) betrieben werden. Ob Sie zusätzlich zur Fußboden- oder Wandheizung noch Radiatoren (z.B. im Badezimmer) brauchen, können wir Ihnen anhand Ihres Heizenergiebedarfs also gerne ausrechnen.

Heizleisten wiederum sind eine günstige Möglichkeit, nachträglich in bestehenden Wohnungen oder bei Sanierungen die Strahlungswärme einer Wandheizung zu simulieren: die schlangenförmigen Heizkörper entlang den Außenwänden erzeugen einen Wärmeschleier vor den (kalten) Außenwänden. Nachteil: der Platzbedarf.

Sie sehen schon, es gibt viele Möglichkeiten, das eine ideale Heizsystem gibt es aber nicht. Lassen Sie sich beraten, fragen Sie uns, schließlich geht es beim Heizsystem wie beim Bau eines Hauses um eine Investition fürs Leben – für Ihr tägliches Wohlbefinden.

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